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Impulse von Finreon

Outperformance/Diversifikationseigenschaften von zufällig gewichteten Portfolios

Sogar zufällig gewichtete Portfolios schlagen das marktkapitalisierte Portfolio. Diese ist bedingt durch kontinuierliches Kaufen von günstigen Titeln und Verkaufen von teuren Titeln mithilfe von regelmässigem Rebalancing auf das zufällige Portfolio. Die zu Grunde liegende Marktineffizienz ist dabei weitgehend unkorrelliert über verschiedene Märkte und Regionen. Wer intelligente Gewichtungsmechanismen auf verschiedenen Märkten einsetzt, muss daher keine Klumpenrisiken in der Outperformance befürchten.

Um die Ineffizienz marktgewichteter Indizes aufzuzeigen braucht es weder promovierte Wissenschaftler, noch hochbezahlte Analysten. Es genügt ein Besuch im Affengehege des örtlichen Zoos. Liess man seit 2001 jedes Quartal einen Affen Portfolios aus Weltaktientiteln zufällig gewichten, so konnte jedes von 1‘000 so konstruierten Zufallsportfolios den marktkapitalisierten Index risikoadjustiert schlagen (siehe Abbildung rechts). Die durchschnittliche Outperformance von 2-3% p.a. gegenüber dem marktkapitalisierten Index ist bedingt durch das kontinuierliche Rebalancing der Portfolios, bei dem das Gewicht eines Titels im Portfolio von seinem Marktpreis entkoppelt wird. Mit jedem Rebalancing zurück auf das Zufallsportfolio werden so Titel systematisch günstig gekauft und teuer verkauft.

 
Verteilung der Sharpe Ratios
Verteilung der Sharpe Ratios
Performance der zufällig gewichteten Portfolios
Performance der zufällig gewichteten Portfolios

Obwohl dieser Effekt auf allen Märkten zu beobachten ist, sind die Überrenditen, die durch Marktineffizienzen auf verschiedenen Märkten erzielt werden können, kaum miteinander korreliert (siehe Tabelle). Dies erklärt sich vor allem dadurch, dass Schwankungen um den fairen Wert fortlaufend und weitgehend unabhängig von Marktregimen auftreten. Ineffizienzen der Marktgewichtung können so parallel über mehrere Märkte ausgenutzt werden, ohne dass Klumpenrisiken in der Outperformance entstehen. Während besonders auf kleineren Märkten wie der Schweiz zufällige Portfolios einen hohen Tracking Error und ausgeprägte Drawdowns gegenüber der marktkapitalisierten Benchmark aufweisen können, wird die Outperformance einer Kombinationsstrategie umso stabiler, je mehr über verschiedene Märkte diversifiziert wird (siehe Abbildung links).

 

Der Einsatz von Rebalancingstrategien über verschiedene Märkte führt also nicht zu Konzentrationsrisiken, sondern stabilisiert das Portfolio. Wenngleich das Beispiel der Zufallsgewichte dies eindrucksvoll aufzeigt, ist eine solche Gewichtung in der Praxis aufgrund ihrer ebenfalls zufälligen Risikostruktur jedoch nicht ideal. Abhilfe schafft hier eine sophistizierte Rebalancingstrategie, die neben der Ausnutzung von Marktineffizienzen gleichzeitig das Portfoliorisiko an jenes des Marktes anpasst. 

Korrelationen der einzelnen zufälligen Portfolios
Korrelationen der einzelnen zufälligen Portfolios

Schlussfolgerungen

  • Die Marktkapitalisierung ist ineffizient und wird durch zufällig gewichtete Portfolios konsistent übertroffen.
  • Dieser Effekt wird durch die Entkoppelung von Preis und Gewicht mittels regelmässigem Rebalancing erzielt.
  • Der Einsatz von Rebalancingstrategien über verschiedene Märkte hilft, die Outperformance gegenüber marktkapitalisierten Benchmarks erheblich robuster zu gestalten.
Wenn Sie mehr über zufällig gewichtete Portfolios erfahren möchten, lesen Sie weiter unter Finreon IsoPro®.
 
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