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Portfolio of Risk Premia: A New Approach to Diversification

Ein Portfolio, welches sich aus traditionellen Anlageklassen zusammensetzt leidet unter hoher Risikokonzentration in Aktien und hoher Volatilität. Somit rückten bei vielen Investoren alternative Anlageklassen wie Rohstoffe, Hedge Funds oder Private Equity in den Fokus. Aber auch diese alternativen Anlageklassen sind Aktien- und Bondrisiken ausgesetzt.

Ein Idealportfolio würde breit diversifiziert in verschiedene, von einander unabhängige Renditetreiber investieren. Spezifische Risikoprämien, die sich innerhalb von vielen Anlageklassen finden, bieten sich hierfür an. Allerdings werden diese spezifischen Risikoprämien meist von Aktien- und Bondprämien dominiert und müssen z.B. mit Hilfe von Short-Selling und Derivaten abgetrennt werden.

So finden sich neben den klassischen Anlageklassen-risikoprämien (Aktienrisikoprämie, Zinsrisikoprämie) sogenannte Style Prämien (Size, Value, Momentum, Low Volatility, etc.) und Strategieprämien (Merger Arbitrage, Convertible Arbitrage, Carry Trade, etc.). Werden diese kaum korrelierten Prämien als Bausteine zur Portfoliokonstruktion benutzt, können deutlich besser diversifizierte Portfolios erschaffen werden. Somit kann bei einer ähnlichen Rendite, die Volatilität auf ein Drittel reduziert werden, was zu einer Verdreifachung der Sharpe Ratio führt.

Quelle: Jennifer Bender, Remy Briand, Frank Nielsen & Dan Stefek, The Journal of Portfolio Management, 2010.

Schlussfolgerungen

Eine Portfolioallokation anhand von traditionellen Anlageklassen führt zu volatilen und hinsichtlich Risikotreibern wenig diversifizierten Portfolios. Werden kaum korrelierte Risikoprämien als Portfoliobausteine genutzt, können deutlich besser diversifizierte Portfolios konstruiert werden, die eine ähnliche Rendite bei massiv reduziertem Risiko erzielen.
 
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