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Impulse von Finreon

Beta-Management mit dem Tail Risk Indikator

Die Steuerung des Beta in einem Aktienportfolio ist von grösster Bedeutung und sollte bewusst vorgenommen werden, denn die Renditedifferenz zwischen einem defensiven und einem offensiven Aktienportfolio fällt oft massiv aus. Ein erfolgsversprechender Ansatz um das Beta eines Portfolios zu steuern bietet der Finreon Tail Risk Indikator.

Während die wichtigste Entscheidung eines Investors die Aufteilung des Vermögens zwischen Aktien und Obligationen ist, so ist auch die Ausrichtung innerhalb des Aktienportfolios von grosser Bedeutung. Wie defensiv oder offensiv man sich positionieren möchte, kann beispielsweise durch die Sektorallokation gesteuert werden. So führen eine Übergewichtung des Versorgungssektors (Utilities) oder der Konsumgüterbranche (Consumer Staples) zu einer defensiveren Ausrichtung. Der Investor kann aber auch einfach Aktien mit tiefer Volatilität gegenüber Titeln mit hoher Volatilität oder hohem  Beta vorziehen, um damit die Sensitivität zum Gesamtmarkt zu reduzieren. Wie wichtig diese Steuerung ist, zeigt der Vergleich des S&P 500 Low Volatility mit dem S&P 500 High Beta Index. So hat die absolute Renditedifferenz zwischen den beiden Indizes in rund der Hälfte aller Kalenderjahre seit 1997 über 30% betragen.

Die Marktsensitivität eines Aktienportfolios sollte also sehr bewusst gelenkt werden. Eine Möglichkeit dazu bietet der Finreon Tail Risk Indikator, welcher ursprünglich zur Steuerung der globalen Aktienquote entwickelt wurde. Der Indikator misst das Risiko eines Tail Events in systematischer Weise und steuert damit das Aktienexposure. Unsere Forschungsergebnisse haben nun gezeigt, dass der Tail Risk Indikator auch gewinnbringend zur Steuerung des Betas innerhalb eines 100%-Aktienmandates eingesetzt werden kann. Dabei wird in Phasen von tiefem gemessenen Tail Risk in „high beta“-Aktien investiert und bei hohem Tail Risk in ein „low volatility“-Portfolio umgeschichtet. Eine Umsetzung mit liquiden und kostengünstigen ETFs ist heute für den US-Markt problemlos möglich und die Testresultate sehen vielversprechend aus. Die beschriebene Strategie (weisse Linie) erzielte eine substantiell bessere Rendite als der S&P 500 (dunkelgraue Linie) bei vergleichbaren Risikocharakteristika.

Performance von Aktien und Staatsanleihen; Aktien Schweiz – SPI Total Return (TR), Obligationen Schweiz – SBI Government 10Y+ TR; Aktien Japan – TOPIX TR; Obligationen Japan – Citigroup WGBI Japan 10+Y TR; 2. Hälfte 2008
Simulation einer Strategie basierend auf Finreon Tail Risk Indikator (100% in S&P 500 High Beta, wenn niedriges/mittleres Risiko gemessen wird (grün); 100% in S&P 500 Low Volatility, wenn erhöhtes/hohes Risiko gemessen wird (rot))

Schlussfolgerungen

  • Ob ein reines Aktienportfolio defensiv („low volatility“-Titel) oder aggressiv („high beta“-Aktien) ausgerichtet ist, kann eine jährliche Renditedifferenz von 30%+ zur Folge haben
  • Die Aggressivität eines Portfolios, oder sein Beta, sollte deshalb bewusst gesteuert werden, beispielsweise mit einem risikobasierten Ansatz wie der Finreon Tail Risk Indikator