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Twitter-Stimmung als Renditetreiber

30.11.2018

Wichtige Erkenntnisse:

  • Diese Studie analysiert den Einfluss der öffentlichen Stimmung - gemessen mithilfe von Twitter Feeds - auf den Querschnitt der US Aktien.
  • Stimmungssensitive Aktien erzielen eine höhere erwartete Rendite.
  • Stimmungssensitive Aktien sind in der Tendenz klein, jung, unprofitabel, zahlen weniger Dividenden, forschen nicht, nutzen mehr externe Finanzierung und weisen ein hohes idiosynkratisches Risiko auf.

Quelle:

Marsh, I. W., & Liu, J. (2018). The impact of public mood on the cross-section of stock returns. Working Paper.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Sentiment, Unsicherheit und erwartete Renditen

Wichtige Erkenntnisse:

  • Aggregierte Sentiment-Indikatoren basierend auf Nachrichten und Suchen in den sozialen Medien haben einen grossen Einfluss auf die Renditen.
  • Ein darauf basierender Faktor hilft bestehende Asset-Preismodelle zu verbessern.
  • Sowohl positives Sentiment (Optimismus), als auch negatives Sentiment (Angst) sind mit höheren Renditen verbunden.
  • Die Autoren interpretieren dies als Prämie für erhöhte Unsicherheit.

Quelle:

Füss, R., & Koeppel, C. (2018). Sentiment-conditional risk premium in financial markets. Working Paper.

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Optimiertes Rebalancing von Multi Asset Portfolios

Wichtige Erkenntnisse:

  • In einem Multi-Asset-Portfolio verschieben sich die Gewichte der Anlageklassen durch Marktbewegungen über die Zeit.
  • Durch Rebalancing werden die Gewichte wieder zur strategischen Allokation zurückgeführt.
  • Zwischen Rebalancings weichen Investoren von der strategischen Allokation ab und gehen mit hinsichtlich Rebalancing-Zeitpunkt Timing-Wetten ein.
  • Mit einem Short-Option Overlay kann dieses Basisrisiko reduziert werden und gleichzeitig eine Volatilitätsrisikoprämie vereinnahmt werden.

Quelle:

Israelov, R., & Tummala, H. (2017). An alternative option to portfolio rebalancing. Working Paper.

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Arbeitsangebot und Demographie

Wichtige Erkenntnisse:

  • Zwischen 1980 und 2000 gab es einen massiven positiven Angebotsschock auf den Arbeitsmärkten durch die Integration von China und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
  • Dieser Schock führte zu einer Verschiebung der Produktion nach Asien, einer Stagnation der Reallöhne, einer Schwächung der Gewerkschaften, einer erhöhten Ungleichheit innerhalb, aber nicht zwischen Ländern, deflationärem Druck und sinkenden Zinsen.
  • Nun kehrt sich der Trend um und mit der Alterung gehen steigende Zinsen, steigende Inflation und steigende Reallöhne sowie fallende Ungleichheit einher.
  • Besonders schwierig wird dabei allerdings die massive Verschuldung, die in den letzten Jahrzehnten aufgebaut wurde, in den Griff zu bekommen.

Quelle:

Goodhart, C., & Pradhan, M. (2017). Demographics will reverse three multi-decade global trends. Working Paper.

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Absicherung von Risikofaktoren

Wichtige Erkenntnisse:

  • Risikofaktoren lassen sich ohne grosse Renditeverluste absichern.
  • Dies gilt sowohl für Makrofaktoren wie Industrieproduktion, Arbeitslosigkeit und Credit Spreads als auch Asset Pricing Faktoren wie Value, Momentum und Profitabilität.
  • Niedrig-Beta-Versionen der Faktoren liefern eine ähnlich hohe Rendite wie Hoch-Beta-Versionen, so dass sich bei Asset Pricing Faktoren deutliche Alphas erzeugen lassen und bei makroökonomischen Faktoren das Konjunkturrisiko deutlich reduziert werden kann.

Quelle:

Herskovic, B., Moreira, A., & Muir, T. (2018). Hedging risk factors. Working Paper.

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Survivorship Bias bei Peergruppenanalysen

Wichtige Erkenntnisse:

  • Survivorship bias, der Fokus auf überlebende Titel, führt bei Backtestings von Strategien sowie Peergruppenvergleichen zu deutlichen Verzerrungen.
  • Backtesting-Strategien schauen zu gut aus, wenn nur überlebende Titel herangezogen werden. Bei Peergruppenvergleichen dagegen schaut die Performance von Fonds zu schlecht aus, da sie nur mit überlebenden und damit eher erfolgreichen Peers verglichen wird.
  • Die Autoren schlagen eine neue Methode vor, um bei Peergruppenvergleichen renditebasierte Kennzahlen für diesen Effekt zu korrigieren.

Quelle:

Allen, G. C., Cliff, I. S., & Meerschaert, W. J. (2018). Picking through the alpha graveyard correcting for survivorship bias in investment product universes. Journal of Investment Management, 16 (3), 46-57.

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