Sie befinden sich hier:

Risikoneutrale Renditeverteilungen und Crash-Risiken bei Währungsoptionen

31.10.2018

Wichtige Erkenntnisse:

  • Höhere Momente (Schiefe, Wölbung) von risikoneutralen Renditeverteilungen von Währungsoptionen helfen bei der Prognose und Erklärung von Crashs und Crash-Risikoprämien.
  • Daneben stehen diese Momente in einem engen Zusammenhang mit makroökonomischen Variablen.

Quelle:

Chen, R.-R., lin Hsieh, P., & Huang, J. (2018). Crash risk and risk neutral densities. Journal of Empirical Finance, 47, 162-189.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Ein Netzwerkansatz zur Erklärung der Beziehungen zwischen Vermögenspreisen

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Autoren stellen einen neuartigen Netzwerkansatz vor, um die gemeinsamen Bewegungen und Abhängigkeiten von Vermögenspreisen zu erklären.
  • Erklärende Faktoren werden zur Beschreibung der Verbindungen vorgegeben. Somit kann die Wichtigkeit der einzelnen Faktoren aufgeschlüsselt sowie beobachtet werden, wie sich die Netzwerkstruktur über Zeit ändert.

Quelle:

De Carvalho, P. J. C., & Gupta, A. (2018). A network approach to unravel asset price comovement using minimal dependence structure. Journal of Banking & Finance, 91, 119-132.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Eine kritische Beurteilung von „Top-Down“ Multifaktor-Ansätzen

Wichtige Erkenntnisse:

  • Bei „Bottom-Up“-Ansätzen der Multifaktor-Portfoliokonstruktion werden Einzelfaktorportfolios separat berechnet und anschliessend zu einem Multifaktorportfolio kombiniert, wogegen „Top-Down“-Ansätze alle Faktorexposures gemeinsam optimieren.
  • In den letzten Jahren wurden „Top-Down“-Ansätze häufig als überlegen dargestellt.
  • Diese Studie stellt diese Darstellungen in Frage, insbesondere da die „Top-Down“-Portfolios stark konzentriert sind, zu starke Annahmen bezüglich des Zusammenhangs zwischen Renditen und Faktorexposures postulieren sowie stark anfällig gegenüber Data Mining sind.

Quelle:

Amenc, N., Goltz, F., & Sivasubramanian, S. (2018). Multifactor index construction: A skeptical appraisal of bottom-up approaches. The Journal of Index Investing, 9 (1), 6-17.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Demographischer Wandel und Inflation

Wichtige Erkenntnisse:

  • Der demographische Wandel wurde als Ursache für die niedrige Inflation der letzten Jahre genannt.
  • Diese Studie testet diese Hypothese empirisch über verschiedene Länder und einen langen Zeitraum und findet Ergebnisse, welche mit der Lebenszyklus-Hypothese konsistent sind.
  • h. die Inflation steigt, wenn die Anzahl an Abhängigen (Kinder, Rentner) steigt, wogegen die Inflation sinkt, wenn der Anteil der berufstätigen Bevölkerung zunimmt.
  • Mit diesem Ansatz kann ein Grossteil des Inflationsrückgangs in den USA seit 1980 erklärt werden, während für die nächsten Dekaden eine höhere Inflation vorhergesagt wird.

Quelle:

Juselius, M., & Takats, E. (2018). The enduring link between demography and inflation. Unpublished Results.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Der Nutzen einer Volatilitätssteuerung

Wichtige Erkenntnisse:

  • Aktuelle Studien zeigen, dass Volatilitätsgesteuerte Portfolios eine höhere Sharpe-Ratio erzielen.
  • Dieses Forschungspapier zeigt, dass dies nur für Aktien und Kreditrisiken gilt, bei Obligationen, Währungen und Rohstoffen aber vernachlässigbar ist.
  • Daneben können allerdings die Extremrisiken für alle Anlageklassen reduziert werden.
  • Somit steigert eine Volatilitätssteuerung die Attraktivität eines Portfolios deutlich.

Quelle:

Harvey, C. R., Hoyle, E., Korgaonkar, R., Rattray, S., Sargaison, M., & Hemert, O. V. (2018). The impact of volatility targeting. Working Paper.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Währungs-Kurvatur als Verbesserung der Carry-Strategie

Wichtige Erkenntnisse:

  • Carry Strategien bei Währungen fokussieren auf die Differenz der kurzfristigen Zinsen und investieren in Währungen mit hohen Zinsen.
  • Dabei gehen allerdings wertvolle Informationen der Zinsstrukturkurve verloren.
  • Eine Strategie basierend auf der Kurvatur der Zinsstrukturkurve weist eine höhere Sharpe Ratio, eine geringere Schiefe sowie geringere Crash-Risiken auf als traditionelle Carry-Strategien.

Quelle:

Dreher, F., Gräb, J., & Kostka, T. (2018). From carry trades to curvy trades. Working Paper.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Die Dynamik des Value-Faktors

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die relative Rendite einer Value-Strategie ist zyklisch.
  • Besonders stechen Zeitperioden hervor, bei denen die Bewertungsspanne zwischen günstigen und teuren Titeln besonders ausgeprägt ist.
  • Während diesen Zeitperioden weisen Value-Strategien folgende Eigenschaften auf: (1) hohe Renditen, (2) ein niedriges Beta zum Aktienmarkt, aber eine starke Gemeinsamkeit mit dem Welt-Value-Faktor, (3) sich verschlechternde Fundamentaldaten, (4) negatives Nachrichten-Sentiment, (5) Verkaufsdruck, (6) zunehmende Arbitrage-Einschränkungen sowie (7) vermehrte Arbitrage-Aktivität.
  • Diese Zeitperioden treten geballt auf und eine dynamische Strategie erzielt eine Überrendite, welche nicht durch traditionelle Faktoren erklärbar ist.

Quelle:

Asness, C., Liew, J., Pedersen, L. H., & Thapar, A. (2017). Deep value. Working Paper.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Die Rolle von Designentscheidungen beim Faktor Investieren

Wichtige Erkenntnisse:

  • Erfolgreiches Investieren besteht darin, solide Investment-Konzepte in konkrete Handelsstrategien umzusetzen.
  • Insbesondere bei Faktor-Investieren haben die vielen Designentscheidungen einen grossen Einfluss auf die Performance.
  • Die Fähigkeit, Faktorprämien effizient und gezielt abzugreifen kann eine eigene Alpha-Quelle darstellen.

Quelle:

Israel, R., Jiang, S., & Ross, A. (2017). Craftsmanship alpha: An application to style investing. Working Paper.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Profitabilitätsschocks und der Size-Effekt

Wichtige Erkenntnisse:

  • Viele Studien finden, dass der Size-Effekt seit Beginn der 1980er verschwunden ist.
  • Dieses Forschungspapier zeigt, dass das Verschwinden auf negative Profitabilitätsschocks von kleinen Unternehmen und positive Schocks von grossen Unternehmen zurückzuführen ist.
  • Wenn für diese Profitabilitätsschocks kontrolliert wird, zeigt sich nach wie vor ein ausgeprägter Size-Effekt.

Quelle:

Hou, K., & van Dijk, M. A. (2018). Resurrecting the size effect: Firm size, profitability shocks, and expected stock returns. Review of Financial Studies.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Latente Faktoren im Aktienmarkt

Wichtige Erkenntnisse:

  • Dieses Forschungspapier präsentiert eine neue Methode, wie sich latente Faktoren schätzen lassen, welche Aktienpreise sowohl in der Zeitreihen- als auch in der Querschnittsdimension erklären können.
  • Gemäss diesem Ansatz sind vor allem fünf Faktoren relevant zur Erklärung von Aktienrenditen: Der breite Aktienmarkt (Marktbeta), ein Value-Faktor ein Momentum-Faktor, ein Profitabilitätsfaktor sowie ein Sharpe-Ratio-Faktor, der stark auf Reversal setzt.
  • Viele andere Aktiencharakteristika spielen dagegen keine Rolle.

Quelle:

Lettau, M., & Pelger, M. (2018). Factors that fit the time series and cross-section of stock returns. Working Paper.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Fehlbewertungen und der Lotterieeffekt

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Präferenz von Investoren für rechtsschiefe Renditeverteilungen (= erhöhte Wahrscheinlichkeit von sehr grossen Gewinnen / Lotterieeffekt) ist ein gemeinsamer Treiber von Fehlbewertungen über viele Marktanomalien hinweg.
  • Investoren übergewichten insbesondere überbewertete Aktien.
  • Auch weisen Aktien mit rechtsschiefen Renditeverteilungen deutlich stärkere Fehlbewertungen auf.
  • Ein Faktor, der den Effekt der Fehlbewertungen von rechtsschiefen Aktien aufnimmt, hilft die Rendite von vielen Anomalien besser zu erklären.

Quelle:

Kumar, A., Motahari, M., & Taffler, R. J. (2018). Skewness preference and market anomalies. Working Paper.

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

Zurück