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Rendite von Aktienstrategien über den Tagesverlauf

31.05.2018

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Renditen von Strategien basierend auf Anomalien werden nicht konstant über den Tagesablauf generiert, was Erklärungsansätze basierend auf institutionellen Effekten und Informationsasymmetrie unterstützt.
  • Kleine Titel erzielen nahe dem Handelsschluss eine Outperformance.
  • Low Beta Titel erzielen die Renditen graduell über den Tag, weisen aber über die Nacht hinweg negative Renditen auf.

Quelle:

Bogousslavsky, V. (2017). The cross-section of intraday and overnight returns. Unpublished Results.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.
 
 

Neue Ansätze zur Absicherung des Aktienrisikos

Wichtige Erkenntnisse:

  • Klassische Hedging-Ansätze für Aktienportfolios wie Put-Optionen, Staatsanleihen, Gold oder Kreditabsicherungen sind teuer und / oder unzuverlässig.
  • Die Autoren schlagen zwei dynamische Strategien zur Absicherung von grossen Drawdown vor: (1) eine time-series momentum Strategie (ähnlich zu vielen CTAs) sowie (2) eine Long-Short-Strategie auf den Qualitätsfaktor auf Aktien.

Quelle:

Cook, M., Hoyle, E., Sargaison, M., Taylor, D., & Hemert, O. V. (2017). The best strategies for the worst crises. Unpublished Results.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.
 
 

Faktorprämien und die Zinsstrukturkurve

Wichtige Erkenntnisse:

  • Bestehende Forschung beschreibt die Zinsstrukturkurve häufig mit den drei Parametern Level, Steigung und Krümmung.
  • Dieses Forschungspapier zeigt, wie aus anderen Anlageklassen geläufige Faktoren wie Value, Momentum und Carry mit den Parametern der Zinsstrukturkurve zusammenhängen.
  • Der Value-Faktor subsumiert das Zinslevel, wogegen Carry und Momentum Informationen über Steigung und Krümmung abdecken.
  • Daneben enthalten die Faktoren Value, Momentum und Carry zusätzliche Informationen über Wachstum, Inflation und den Cochrane & Piazzesi (2005) Bondfaktor.

Quelle:

Brooks, J., & Moskowitz, T. J. (2017). Yield curve premia. Unpublished Results.
 
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Eigenschaften von Faktorprämien über Anlageklassen hinweg

Wichtige Erkenntnisse:

  • In den meisten Analysen werden Faktorprämien nur für eine bestimmte Anlageklasse betrachtet. Diese Studie dagegen schaut sich Faktorprämien über mehrere Anlageklassen an.
  • Die Autoren finden, dass die Renditen von den Faktorprämien signifikant von der eigenen Faktor-Volatilität, der Sensitivität bezüglich der Funding-Liquidität und von der Markt-Volatilität beeinflusst werden. Daneben sind die Industrieproduktion und die Inflation relevante Treiber.
  • Faktorprämien, welche in schwierigen Marktphasen eine ungünstige Renditeverteilung aufweisen, haben höhere erwartete Renditen.

Quelle:

Ebner, M. (2016). Risk and risk premia: A cross asset class analysis. Unpublished Results.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.
 
 

Frisches Momentum

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Interaktion von Momentum und Reversal in den Aktienmärkten ist ein wichtiges Thema.
  • Dieses Forschungspapier schlägt eine Strategie vor, die zwischen frischen und alten Gewinnern und Verlierern unterscheidet, indem nach langfristiger sowie kurzfristiger Performance sortiert wird.
  • Diese Strategie erzielt eine substantielle Outperformance und kann nicht durch die klassische Momentum-Performance erklärt werden.

Quelle:

Chen, L., Kadan, O., & Kose, E. (2009). Fresh momentum. Unpublished Results.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.
 
 

Gewinnprognosen bringen immer weniger

Wichtige Erkenntnisse:

  • Das Renditepotential durch korrekte Gewinnprognosen hat in den letzten 30 Jahren deutlich abgenommen.
  • Während Gewinne früher eine gute Indikation für den vom Unternehmen geschaffenen Wert waren, haben sich Geschäftsmodelle von Unternehmen dramatisch geändert.
  • In der heutigen informations- und wissensgetriebenen Welt sind Unternehmen erfolgreich, die konstante Produkt- und Prozessinnovationen liefern.
  • Gegenüber Gewinnen sind heute sogenannte Strategic Assets -d.h. Werte, die es ermöglichen, einen langfristigen Wettbewerbsvorteil zu erhalten - entscheidend.

Quelle:

Gu, F., & Lev, B. (2017). Time to change your investment model. Financial Analysts Journal, 73 (4), 23-33.
 
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Crash Sensitivität als Erklärung der Momentum-Prämie

Wichtige Erkenntnisse:

  • Dieses Paper zeigt, dass die klassische Momentum-Prämie zu einem guten Teil durch die Crash-Sensitivität der Aktien im Momentum Portfolio erklärt werden kann.
  • Diese Beobachtung gilt nicht nur für den U.S.-Aktienmarkt, sondern für 23 internationale Aktienmärkte.

Quelle:

Ruenzi, S., & Weigert, F. (2018). Momentum and crash sensitivity. Unpublished Results.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.
 
 

Idiosynkratisches Momentum lohnt sich weltweit

Wichtige Erkenntnisse:

  • Idiosynkratisches Momentum ist um Marktbewegungen korrigiertes Momentum.
  • Es reduziert gegenüber klassischem Momentum das Risiko und erzielt ein substantielles Alpha.
  • Diese Ergebnisse gelten nicht nur für den U.S. Aktienmarkt, sondern für 21 weitere internationale Aktienmärkte, insbesondere auch in Japan, wo klassisches Momentum nicht zu funktionieren scheint.

Quelle:

Chaves, D. B. (2016). Idiosyncratic momentum: U.S. and international evidence. The Journal of Investing, 25 (2), 64-76.
 
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Residual Momentum in Japan

Wichtige Erkenntnisse:

  • Residual Momentum ist das um die Fama & French Faktoren bereinigte Momentum.
  • Im Gegensatz zum klassischen Momentum funktioniert es auch in Japan.
  • Während Momentum-Renditen auf die lange Frist Umkehrbewegungen zeigen, was häufige Portfolioanpassungen notwendig macht, ist dies bei Residual Momentum nicht der Fall.
  • Die Unterreaktion von Investoren scheint der beste Erklärungsansatz für Residual Momentum zu sein.

Quelle:

Chang, R. P., Ko, K.-C., Nakano, S., & Rhee, S. G. (2018). Residual momentum in Japan. Journal of Empirical Finance, 45 , 283-299.
 
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Der Lotterie-Effekt als Erklärung der Beta-Anomalie

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Beta-Anomalie bezeichnet die unerwartet hohe Rendite von Niedrig-Beta-Titeln, wogegen Hoch-Beta-Titel zu geringe Renditen aufweisen.
  • Dieses Forschungspapier zeigt, dass diese Anomalie sich gut durch den Lotterie-Effekt erklären lässt, d.h. das Leute bereit sind, negative Renditen in Kauf zu nehmen für die Chance, einen sehr hohen Gewinn einzufahren.
  • Der Effekt ist vor allem konzentriert in Hoch-Beta-Titeln, welche kaum von institutionellen Investoren gehalten werden.

Quelle:

Bali, T. G., Brown, S. J., Murray, S., & Tang, Y. (2017). A lottery-demand-based explanation of the beta anomaly. Journal of Financial and Quantitative Analysis, 52 (06), 2369-2397.
 
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Die Überrendite von Aktien und Bonds ist nicht garantiert

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Autoren testen die Überrendite von Aktien und langfristigen Anleihen über kurzfristige Anleihen in 20 verschiedenen Ländern über mehr als ein Jahrhundert.
  • Die Überrenditen sind nur in weniger als der Hälfte der Länder signifikant.
  • Global ist also die Entschädigung für höheres Risiko nicht in Stein gemeiselt.

Quelle:

Garat, J. I. (2016). The risk of premiums. The Journal of Portfolio Management, 42 (4), 108-115.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.
 
 

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