Sie befinden sich hier:

Portfoliooptimierung mithilfe eines Netzwerkansatzes

31.12.2017

Wichtige Erkenntnisse:

  • Dieses Forschungspapier modelliert die Finanzmärkte als Netzwerk mit Wertpapieren als Knotenpunkten.
  • Es zeigt sich das die optimalen Portfoliogewichte umso geringer sind, je zentraler – und damit risikoreicher - die Wertpapiere in dem Netzwerk sind.
  • Zentrale Titel sind in der Tendenz eher alt, gross, günstig und risikoreicher.
  • Eine netzwerkbasierte Strategie kann eine Überrendite erzielen, welche sich nicht mit klassischen Faktormodellen erklären lässt.

Quelle:

Peralta, G., & Zareei, A. (2016). A network approach to portfolio selection. Journal of Empirical Finance, 38 , 157-180.
 

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Spekulative Überbewertung von Hoch-Beta-Titeln

Wichtige Erkenntnisse:

  • Der Trade-Off zwischen Rendite und Risiko verhält sich oft nicht gemäss der klassischen Finanztheorie.
  • Hoch-Beta-Aktien sind anfällig gegenüber spekulativer Überbewertung: Sie sind sensitiver gegenüber unterschiedlichen Einschätzungen der Investoren und vor allem wegen Leerverkaufsbeschränkungen eher überbewertet.
  • Bei nur geringfügig abweichenden Einschätzungen ist der Trade-Off zwischen Rendite und Risiko positiv, wogegen bei stark abweichenden Einschätzungen erwartete Renditen mit zunehmendem systematischen Risiko fallen können.

Quelle:

Hong, H., & Sraer, D. A. (2016). Speculative betas. The Journal of Finance, 71 (5), 2095-2144.
 

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Bewertung als Ansatz für Faktor-Timing

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Autoren analysieren die Bewertung als Kennzahl zur Vorhersage von zukünftigen Renditen.
  • Betrachtet man gegenwärtig diverse Aktienfaktoren aus Bewertungsgesichtspunkten lässt sich keine Überbewertung feststellen.
  • Value Timing ist stark korreliert mit einer statischen Value Strategien, ist aber in der Tendenz instabiler.
  • Daher liefert Value Timing in einem Multi-Faktor-Kontext, in dem der Value-Faktor bereits berücksichtigt ist, aufgrund reduzierter Diversifikation eher unbefriedigende Ergebnisse.

Quelle:

Asness, C., Chandra, S., Ilmanen, A., & Israel, R. (2017). Contrarian factor timing is deceptively difficult. The Journal of Portfolio Management, 43 (5), 72-87.
 

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Eine Erklärung für die gute Performance von Sin Stocks

Wichtige Erkenntnisse:

  • Historisch haben sogenannte „Sin Stocks“, d.h. Aktien, welche in Laster wie Alkohol, Tabak, Waffen oder Glücksspiel investieren eine Überrendite erzielt.
  • Mithilfe der Faktoren Profitabilität und Investitionen aus dem neuen Fama French 5-Faktor-Modell lässt sich diese Überrendite vollständig erklären. Es muss also nicht in „Sin Stocks“ investiert werden, um diese Prämie abzugreifen.
  • Eine Prämie aufgrund der Reputationsrisiken derartiger Titel findet sich dagegen nicht.

Quelle:

Blitz, D., & Fabozzi, F. J. (2017). Sin stocks revisited: Resolving the sin stock anomaly. The Journal of Portfolio Management, 44 (1), 105-111.
 

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Die Rolle von Downside-Risiko für die Aktienprämie

Wichtige Erkenntnisse:

  • Der Grossteil der Aktienrisikoprämie ist eine Entschädigung für Verlustrisiken. Die durch Gewinnchancen bedingte Volatilität dagegen wird kaum entschädigt.
  • Optionsbasierte Absicherungsstrategien führen daher langfristig zu einer deutlichen Underperformance.

Quelle:

Israelov, R., Nielsen, L., & Villalon, D. (2016). Embracing downside risk. The Journal of Alternative Investments, 19 (3).
 

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Der Einfluss von Forderungen auf Aktienpreise

Wichtige Erkenntnisse:

  • Forderungen sind nicht liquiditätswirksame Komponenten der Erträge und können durch Periodenabgrenzung manipuliert werden. Um eine zuverlässigere Ertragsschätzung zu erhalten, wird häufig auf Cash-Flows zurückgegriffen.
  • Es zeigt sich, dass die erwartete Aktienrendite mit der Unternehmensprofitabilität steigt, aber mit zunehmenden Forderungen sinkt. Eine Profitabilitätskennzahl, welche Forderungen ausschliesst, erzielt höhere Renditen.
  • Wird Profitabilität richtig definiert (ohne Forderungen), ist es nicht nötig, einen separaten Forderungs-Faktor (Accruals) miteinzubeziehen.

Quelle:

Ball, R., Gerakos, J., Linnainmaa, J. T., & Nikolaev, V. (2016). Accruals, cash flows, and operating profitability in the cross section of stock returns. Journal of Financial Economics, 121 (1), 28-45.
 

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Erzielen Aktien gegenüber Staatsanleihen eine Outperformance?

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die meisten US-Aktien rentieren über ihr ganzes Leben schlechter als ein monatige US-Staatsanleihen.
  • Die höchstrentierenden 4% aller US-Aktien erklären die komplette Überrendite über US-Staatsanleihen seit 1926.
  • Die Rechtsschiefe der Verteilung von Aktienrenditen hat einen bedeutenden Einfluss.
  • Diese Ergebnisse helfen dabei, zu erklären, warum schlecht-diversifizierte aktive Strategien häufig den breiten Aktienmarkt underperformen.

Quelle:

Bessembinder, H. (2017). Do stocks outperform treasury bills? Journal of Financial Economics.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Auswirkung von kreativer Zerstörung auf Preise von Finanzanlagen

Wichtige Erkenntnisse:

  • Aktien weisen eine unterschiedliche Sensitivität gegenüber dem Risiko von neuen Innovationen (Schumpeter’sche kreative Zerstörung) auf.
  • Kleine werthaltige Titel sind anfälliger, wogegen grosse Wachstumstitel eine Absicherung gegenüber Innovationsrisiken bieten.
  • Daher ist die Sensitivität gegenüber kreativer Zerstörung eine weitere Erklärung für die Renditeprämie von kleinen Titeln und werthaltigen Titeln.

Quelle:

Grammig, J., & Jank, S. (2016). Creative destruction and asset prices. Journal of Financial and Quantitative Analysis, 51 (6), 1739-1768.
 

Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Langfristige Umkehrbewegungen in Industrie Performances

Wichtige Erkenntnisse:

  • Unternehmen in Verlierer-Industrien erzielen gegenüber Unternehmen in Gewinner-Industrien über die nächsten 5 Jahre eine deutliche Überrendite.
  • Dieser Effekt ist ein entscheidender Treiber hinter den langfristigen Umkehrbewegungen von Aktien.
  • Industrie-Umkehrbewegungen gibt es allen Phasen des Konjunkturzyklus und sie sind prominenter in Industrien mit hoher Bewertungsunsicherheit.

Quelle:

Wu, Y., & Mazouz, K. (2016). Long-term industry reversals. Journal of Banking & Finance, 68, 236-250.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.

 

Zurück