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Niedrige Korrelation als eine Erklärung für Smart Beta Renditen

30.04.2018

Wichtige Erkenntnisse:

  • Strategien, die eine geringe Korrelation zum marktkapitalisierten Index aufweisen, liefern eine höhere risikoadjustierte Rendite. Dieser Effekt kann auch als Faktor den Erklärungsgehalt des Fama-French-Modells erhöhen.
  • Damit lässt sich ein Teil der Überrendite von diversen Smart Beta Strategien erklären.

Quelle:

Kudoh, H., Miazzi, A., & Yamada, T. (2015). The low-correlation enhancement: How to make alternative beta smarter. The Journal of Investing, 24 (4), 81-91.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.
 
 

Nonlineare Kovarianz-Shrinkage

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Schätzung einer Kovarianz-Matrix ist wichtig für viele Arten der Portfoliokonstruktion und leidet häufig unter Instabilität.
  • Lineare Shrinkage-Ansätze werden häufig verwendet, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schätz- und Modellfehlern zu erzielen und damit eine möglichst gute Schätzung zu ermöglichen.
  • Dieses Forschungspapier schlägt als erstes in non-lineares Shrinkage-Modell vor, welches eine saubere Schätzung als bestehende Ansätze liefert.

Quelle:

Ledoit, O., & Wolf, M. (2017). Nonlinear shrinkage of the covariance matrix for portfolio selection: Markowitz meets goldilocks. The Review of Financial Studies, 30 (12), 4349-4388.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.
 
 

Ein optimierter Value-Ansatz

Wichtige Erkenntnisse:

  • In der akademischen Forschung wird Value häufig anhand des Buchwerts relativ zum Marktwert (B/P) gemessen, wogegen in der Praxis auch die Gewinne relativ zum Marktwert (E/P) häufig verwendet werden.
  • Dieses Forschungspapier zeigt, dass eine Kombination beider Ansätze beiden einzelnen Ansätzen überlegen ist. Daneben verbessern Sektorbeschränkungen die Performance.

Quelle:

Leshem, R., Goldberg, L. R., & Cummings, A. (2016). Optimizing value. The Journal of Portfolio Management, 42 (2), 77-89.
 
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Überdiversifikation über Asset Manager

Wichtige Erkenntnisse:

  • Viele institutionelle Investoren allozieren ihr Anlagevermögen über zu viele Asset Manager, sie sind in dieser Hinsicht überdiversifiziert.
  • Dies führt zu einer deutlichen Reduktion der relativen Risiken, was das Outperformance-Potential deutlich einschränkt. Gleichzeitig sind sie mit hohen Gebühren des aktiven Managements konfrontiert.

Quelle:

McKay, S., Shapiro, R., & Thomas, R. (2017). What free lunch? The costs of overdiversification. Financial Analysts Journal, 1-15.
 
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Eine Titelselektions-Strategie auf US Staatsanleihen

Wichtige Erkenntnisse:

  • Dieses Forschungspapier schlägt eine Titelselektions-Strategie auf US Staatsanleihen vor, welche anhand des Nelson-Siegel-Zinsstrukturmodells fehlbewertete Anleihen identifiziert.
  • Trotz der hohen Liquidität und Tiefe des US Staatsanleihenmärkte lässt sich mit dieser Strategie ein robustes, risiko-adjustiertes Alpha erzielen.

Quelle:

Nielsen, Y., & Pungaliya, R. S. (2017). Idiosyncratic returns and relative value in the US treasury market. Journal of Empirical Finance, 44 , 125-144.
 
Das Forschungspapier kann hier (eventuell kostenpflichtig) bezogen werden.
 
 

Tail Risiko Vorhersagen

Wichtige Erkenntnisse:

  • Es ist möglich, Tail Risiken deutlich zu reduzieren, ohne dafür viel Rendite aufgeben zu müssen.
  • Besonders die Prognose der zukünftigen Schiefe der Renditeverteilung liefert einen deutlichen Mehrwert für Investoren.
  • Mit diesem Ansatz lässt sich klassische Diversifikation verbessern, welche zwar die Volatilität reduziert, in Krisen aber oft versagt.

Quelle:

Xiong, J. X., Idzorek, T. M., & Ibbotson, R. G. (2016). The economic value of forecasting left-tail risk. The Journal of Portfolio Management, 42 (3), 114-123.
 
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Schwankungen von Kreditrisikoprämien

Wichtige Erkenntnisse:

  • Diese Studie betrachtet Kreditrisikoprämien und bereinigt diese für erwartete Verluste.
  • Es zeigt sich dass diese bereinigten Kreditrisikoprämien im Zeitverlauf stark (bis zu Faktor 10) schwanken mit besonders hohen Risikoprämien in Krisenphasen.
  • Diese Schwankungen sind ausgeprägter für Investment Grade Bonds als für High Yield Bonds.

Quelle:

Berndt, A., Douglas, R., Due, D., & Ferguson, M. (2017). Corporate credit risk premia. Unpublished Results.
 
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Anomalien nicht durch Short Selling Beschränkungen erklärbar

Wichtige Erkenntnisse:

  • Short-Selling Beschränkungen können sieben bekannte Anomalien nicht erklären.
  • Sowohl Long-Only-Strategien als auch Strategien basierend auf einfach zu shortenden Titeln weisen substantielle Alphas auf.
  • Shorting-Kosten sind relativ gesehen klein gegenüber der Profitabilität der Anomalien.

Quelle:

Bekjarovski, F. (2017). How do short selling costs and restrictions affect the profitability of stock anomalies? Unpublished Results.
 
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Der Einfluss von Charakteristika auf Aktienrenditen

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Forschung hat über die letzten 40 Jahre mithilfe von linearen Regressionen diverse Charakteristika identifiziert, welche Aktienrenditen erklären.
  • Ein neuer, non-parametrischer Ansatz zeigt, dass viele bisher identifizierten Renditetreiber keinen Beitrag zur Renditeprognose liefern.
  • Gleichzeitig sind non-lineare Zusammenhänge zwischen Charakteristika und Aktienrenditen wichtig.

Quelle:

Freyberger, J., Neuhierl, A., & Weber, M. (2017). Dissecting characteristics nonparametrically. Unpublished Results.
 
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Marktbeeinflussung durch grosse Transaktionen

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die meisten Studien, welche den Markteinfluss von grossen Transaktionen schätzen, betrachten jede Transaktion unabhängig voneinander.
  • Durch die Vernachlässigung der Interaktionen im Orderfluss kann es passieren, dass die Transaktionskosten deutlich unterschätzt werden und eventuelle Ansteckungsgefahren übersehen werden.
  • Dieses Forschungspapier schlägt ein Modell vor, welches diese Problematik behebt.

Quelle:

Benzaquen, M., Mastromatteo, I., Eisler, Z., & Bouchaud, J.-P. (2016). Dissecting cross-impact on stock markets: An empirical analysis. Unpublished Results.
 
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Der Einfluss von ETFs auf Kapitalmärkte

Wichtige Erkenntnisse:

  • Über die letzten 25 Jahre ist der ETF-Markt massiv gewachsen und hat inzwischen einen bedeutenden Einfluss auf die Kapitalmärkte.
  • Während ETFs die Preisfindung erleichtern, erzeugen sie eine Volatilität, welche nicht durch Fundamentaldaten getrieben und beeinflussen die Korrelationsstruktur der Renditen.
  • Daneben haben ETFs auch einen grossen Einfluss auf die Marktliquidität.

Quelle:

Ben-David, I., Franzoni, F. A., & Moussawi, R. (2017). Exchange traded funds (ETFs). Annual Review of Financial Economics, 9.

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