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Socially responsible funds and market crises

Nachhaltige Fonds zeichnen sich dadurch aus, dass die eine geringere Krisenanfälligkeit aufweisen. In Krisenphasen erzielten SRI Fonds eine Outperformance gegenüber konventionellen Fonds von 1.18%, wobei ein noch höheres Alpha von 1.61%-1.70% erzielt werden konnte. Auf lange Sicht rentieren nachhaltige Anlagen ähnlich wie nicht-nachhaltige Anlagen.
 
Somit sind sie ähnlich wie defensive Aktien besonders für Investoren geeignet, die in Krisen nicht die vollen Drawdowns des Marktes mitmachen wollen, aber dennoch an Aktien festhalten wollen, um langfristig die Aktienrisikoprämie einzufahren.
 
Dieses asymmetrische Renditemuster wird getrieben von den Umwelt-, Sozial- und Goverance-Kriterien der Fonds und ist besonders ausgeprägt bei einem positiven Screening Ansatz, d.h. bei der Auswahl der nachhaltigsten Titel. Der reine Ausschluss von lasterhaften Industrien wie Tabak und Alkohol dagegen führt zu keinem defensiveren Portfolio in Krisenphasen.
 

Schlussfolgerungen

Fonds, die eine positive Selektion anhand von Nachhaltigkeit vornehmen, sind in Krisenphasen stabiler und weisen geringere Drawdowns als vergleichbare nicht-nachhaltige Fonds auf. Sie bieten sich für Investoren an, die ihr Aktienportfolio defensiver gestalten wollen.
 
Quelle: John Nofsinger & Abhishek Varma, Journal of Banking & Finance, 2014
 
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