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Wohin bewegen sich die Schweizer Zinsen vom Status Quo?

Die Zinsen bilden einen wichtigen Input für ein dynamisches Risiko- und Anlagemanagement. Die Positionierung am kurzen oder am langen Ende der Zinsstrukturkurve hat verschiedene Auswirkungen auf das Risiko, die Rendite und das Verlustpotential.

 

1) Eine statisch hohe Fristentransformation (Risikomanagement / Treasury) bzw. eine statisch hohe Long Positionierung im Vermögens- und Asset-Management erlaubt es, von Carry und Roll-Down Effekten zu profitieren, unterliegt aber grossen Risiken bei Zinsanstiegen.

 

 

2) Eine statisch niedrige Fristentransformation (Risikomanagement) bzw. eine statisch niedrige Long Positionierung im Vermögens- und Asset-Management hingegen verringert das Zinsänderungsrisiko, kostet aber laufend Ertrag und Rendite.

 

Aufgrund des bereits langanhaltenden Tiefzinsumfelds sind die Zinsrisiken derzeit besonders hoch. Gerade Banken stehen vor grossen Herausforderungen. Für Kunden, die laufend von einer Long Positionierung profitieren wollen, Zinsrisiken aber gleichzeitig vermeiden wollen, ist ein dynamisches Zinsrisikomanagement für Banken, Versicherer und Pensionskassen deshalb von strategischer Relevanz.

 

Das Ökonomische Finreon Zinsdossier und die quantitative Zinsrisikomessung als innovatives Konzept

Die Zinseinschätzung von Finreon kombiniert eine innovative ökonomische Analyse mit einer quantitativen Zinsrisikomessung. Die ökonomische Analyse in Form des ökonomischen Finreon Zinsdossier beruht auf neuesten akademischen Erkenntnissen und liefert eine systematische Beurteilung der Zinssituation anhand volkswirtschaftlicher Einflussfaktoren. Die quantitative Risikomessung ermöglicht die prognosefreie Identifikation von Risikophasen am Zinsmarkt.

 

Ökonomisches Finreon Zinsdossier
Das "Ökonomische Zins-Cockpit":
 
  • 44 innovative Faktoren in verschiedenen Kategorien kombiniert zu zwei Gesamtsignalen
  • Systematische Anwendung erforschter volkswirtschaftlicher Konzepte
  • Ganzheitlich, strukturiert und datengetrieben
  • Akademisch fundiert / Praktisch relevant
  • Volkswirtschaftlich und intuitiv
  • Quartalsweise Prognose
Quantitative Risikomessung
Die "Zinsrisiko-Ampel":
 
  • 27 Faktoren in verschiedenen Kategorien kombiniert zu einem Gesamtsignal
  • Ausnutzung von Trägheit und
    Autokorrelation
  • Verwendet nur Preisinformationen
  • Messung auf täglicher Basis
  • Optimiert und erprobt
  • Keine Prognose

Zwei starken Säulen

Zins- und andere Märkte werden von divergent und konvergent agierenden Investoren getrieben. Sohl das konvergente ökonomische Finreon Zinsdossier als auch die divergente Zinsrisikomessung liefern daher wertvolle Informationen über die künftige Zinsentwicklung.

 

Konvergent:
 
Der konvergenten Einschätzung liegen gleichgewichtsorientierte ökonomische Konzepte zu Grunde. Entscheidend für die aktuelle Beurteilung sind beispielsweise folgende Faktoren:
 
  • Fundamentaldaten, Makroökonomie und Geldpolitik
  • Kapitalflüsse und Wechselkurse
  • Geld- und Kapitalmarkt
Divergent:
 
Der divergenten Einschätzung liegen vor allem technische Konzepte zu Grunde, welche sich zeitnah und gut messen lassen. In die Beurteilung fliessen unter anderem folgende Faktoren mit ein:
 
 
  • Risiko (z.B. Volatilität, Stabilität und Anfälligkeit der Märkte)
  • Trend (z.B. Momentum und Behavior)

Ökonomische Bewertung und quantitative Messung ergänzen sich auf optimale Weise

Fundierte Entscheidungsgrundlage

Die Kombination aus der ökonomischen Zinsbeurteilung nach neuen akademischen Erkenntnissen und der quantitativen Zinsrisikomessung stellen eine fundierte und neuartige Entscheidungsgrundlage für die dynamische Zinsrisikosteuerung im Asset und Liability Management und im Asset Management dar.

Die Entscheidungsmatrix rechts gibt klare Handlungsempfehlungen. Zeigt das vorausschauende ökonomische Finreon Zins-Cockpit beispielsweise steigende Zinsen an (unten auf der vertikalen Achse) und indiziert die Zinsrisiko-Ampel zeitgleich ebenfalls ein Zinsanstiegs-Risiko (rechts auf der horizontalen Achse), befindet man sich im roten Punkt unten rechts. Es sollte rechtzeitig eine Absicherung erfolgen. Wenn aber das volkswirtschaftliche Cockpit und die quantitative Risiko-Ampel gleichzeitig fallende Zinsen anzeigen, befindet man sich im grünen Punkt oben links. Risikoprämien können mit höherer Duration entsprechend abgeschöpft werden.

 

Illustrative Interpretation der beiden Signale

Starke Kombination

 

Die beiden Ansätze machen sich die Tatsache zu nutze, dass Märkte durch konvergent und divergent handelnde Investoren getrieben werden.

Das konvergente ökonomische Finreon Zinsdossier und die divergente quantitative Zinsrisikomessung  ermöglichen eine kombinierte Interpretation des Zinsumfeldes und wirken prozyklischen Fehlentscheidungen durch reines Bauchgefühl entgegen.

Die Graphik rechts illustriert die Interpretation beider Signale anhand einer fiktiven Zinsentwicklung über den Zeitverlauf. Der grüne Punkt zeigt beispielsweise eine Position im Zins-Zyklus, in welchem der strukturelle volkwirtschaftliche Druck nach unten gross ist, und das quantitativ messbare Momentum ebenfalls fallende Zinsen indiziert. In einer solchen Situation kann relativ hohes Risiko genommen werden. Genau anders herum verhält es sich im roten Punkt. Hier würde eine Absicherung empfohlen. In Zeiten kleinerer Zinsschwankungen wie in der Graphik ganz rechts würde somit kein Handlungszwang bestehen.

 

Einsatzmöglichkeiten

Asset & Liability Management für Banken

 

Eine systematische Durationssteuerung kann z.B. mithilfe des Stresstests «EK-Sensitivitätslimite +100 BP» effizient durchgeführt werden. Dabei wird die Duration innerhalb vorgegebener Bandbreiten bewusst dynamisch gestaltet.

Kunden stützen sich bei dieser Zinsrisiko-Steuerung unter anderem auf die unabhängige Zinseinschätzung durch das systematische ökonomische Finreon Zinsdossiers und die quantitative Risikomessung. Diese wird in Abstimmung mit bestehenden Prozessen im Anlagekomitee umgesetzt und unter anderem durch Schulungen aktiv unterstützt.

 

 

Asset und Wealth Management

 

Die unabhängige und neuartige Zinsbeurteilung ist auch für eine  sophistizierte, dynamische Steuerung des Zinsrisikos im Asset und Wealth Management relevant.

Anlagekomitees betten die Zinseinschätzung von Firneon dabei in enger, gemeinsamer Abstimmung in ihre bestehenden Entscheidungsprozesse ein.

 

Illustrative Asset Allokation mit dynamischer Steuerung des Zinsrisikos

Unsere Lösungen

 

Das Ökonomische Finreon Zinsdossier:

 

Das Ökonomische Finreon Zinsdossier ist eine innovative, ökonomische Zinsbeurteilung in Form eines systematischen und strukturierten Prozesses auf Basis neuester akademischer Erkenntnisse. Um die 44 ausgewählten Faktoren auf neuartige Weise interpretieren zu können, kommen sowohl empirische Erkenntnisse als auch erforschte makroökonomische Konzepte zur Anwendung.

Das Ergebnis ist ein systematisches makroökonomisches Zinsdossier. Dieses stellen wir Kunden in Form eines „ökonomischen Zins-Cockpits“ auf Quartals- oder Monatsbasis zur Verfügung. Für Banken, Versicherungen, und Pensionskassen bildet es eine fundierte und neuartige Entscheidungsgrundlage für die dynamische Zinsrisikosteuerung. Die Entwicklungen in den Beurteilungen lassen sich transparent und auf Quartalsbasis nachvollziehen.

Das Ökonomische Finreon Zinsdossier kann auf stand-alone Basis oder in Kombination mit der quantitativen Zinsrisikomessung bezogen werden.

 

 

Das Ökonomische Finreon Zinsdossier in Kombination mit der quantitativen Zinsrisikomessung:

Das Ökonomische Finreon Zinsdossier kann auch mit unserer quantitativen Zinsrisikomessung kombiniert werden. Die systematische volkswirtschaftliche Analyse und die quantitative Zinsrisikomessung verschmelzen so zu einer innovativen Gesamtbeurteilung über der aktuellen und künftigen Zinsentwicklung. Beide Elemente ergänzen sich auf optimale Weise.

Das ökonomische Finreon Zinsdossier, welches auf quartalsweiser Basis erstellt wird, wird so durch die Informationen täglicher Preismessungen ergänzt. Das Zinsdossier nutzt strukturelle volkswirtschaftliche Daten, welche kurz- und mittelfristig Aufschlüsse über die künftige Zinsentwicklung geben, während die Risikomessung kurzfristige Preisinformationen aus Finanzmarktdaten extrahiert, um aktuelle Preisbewegungen zu messen. Insgesamt ergeben 44 volkswirtschaftliche Faktoren so das "ökonomische Zins-Cockpit", während 27 Messungen an der Zinsstrukturkurve die Basis für die quantitative "Zinsrisiko-Ampel" bilden. Beide Ansätze liefern wertvolle Informationen über die künftige Zinsentwicklung.

 

Kontakt

Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Dr. Alexander Gruber, Head of Economic Research and Advisory & Lehrbeauftragter Universität St.Gallen (HSG), jederzeit und gerne zur Verfügung.

alexander.gruber@finreon.ch
+41 71 230 08 21

 

 

 

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